Typ-1-Diabetes
Symptome und Folgeerkrankungen
Sie können lange mit Typ-1-Diabetes mellitus leben, ohne Symptome wahrzunehmen. Diese treten erst auf, wenn ein Großteil der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse geschädigt ist und der Körper nicht mehr ausreichend Insulin herstellt, um Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Sofern keine passende Behandlung erfolgt, kann Typ-1-Diabetes zahlreiche Symptome mit sich bringen und das Risiko für Folgeerkrankungen erhöht sich.
Typ-1-Diabetes erkennen
Was sind die typischen Symptome?

Bei Typ-1-Diabetes können sämtliche Organe im Körper beeinträchtigt werden, wenn die Behandlung nicht oder unzulänglich erfolgt. Typische Beschwerden können sein:
- Vermehrter Harndrang
- Starkes Durstgefühl
- Trockene und juckende Haut
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Schlechte Wundheilung
- Häufige Infektionen
- Kribbeln in den Füßen
Zudem kann es zu einer sogenannten diabetischen Ketoazidose, einer Übersäuerung des Blutes kommen, die weitere mögliche Beschwerden nach sich ziehen kann wie:
- Bauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Angestrengte, vertiefte Atmung
- Bewusstseinstrübung und Bewusstseinsverlust
- Übler Geruch des Atems und Urins
Im Grenzfall kann die Ketoazidose ein diabetisches Koma mit lebensgefährlichen Folgen auslösen.

Welche möglichen Folgeerkrankungen gibt es?
Wird ein Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen nicht richtig oder gar nicht behandelt, steigt das Risiko für diverse Folgeerkrankungen und Spätfolgen. Durch den unregulierten Blutzucker können an unterschiedlicher Stelle des Körpers Beschwerden auftreten.

Augen: diabetische Retinopathie
Hierbei handelt es sich um krankhafte Veränderungen der kleinen Gefäße der Netzhaut. Die möglichen Folgen erstrecken sich von Einblutungen im Auge bis hin zur Ablösung der Netzhaut.

Nieren: diabetische Nephropathie
Durch die Schädigung kleiner Blutgefäßknäuel wird den Nieren erschwert, das Blut richtig zu filtern, was auf Dauer zu Nierenversagen führen kann. Risikofaktoren wie hoher Blutdruck und Rauchen können den Prozess beschleunigen.

Nerven: diabetische Neuropathie und diabetische Polyneuropathie
Ist der Blutzucker dauerhaft zu hoch, kann das die Nervenzellen schädigen. Dies äußert sich durch Taubheit und Kribbeln vor allem in den Füßen, einer verringerten Temperaturempfindung, Fehlstellungen („Krallenbildung“ der Zehen), aber auch Verdauungsbeschwerden und Herzrhythmusstörungen.

Herz und Kreislauf: Arteriosklerose
Hohe Blutzuckerwerte steigern zudem das Risiko für Schädigungen der Blutgefäße, was eine Durchblutungsstörung der Beine, aber auch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben kann.

Füße: diabetischer Fuß
Aufgrund von Nervenschäden und Durchblutungsstörungen entstehen Verletzungen an den Füßen leichter und das Immunsystem kann sie schlechter kontrollieren. Schon kleine Verletzungen können zu großen Komplikationen führen.
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