Diabetes erkennen
Diagnose von Typ-2-Diabetes

Früherkennung durch Vorsorgeuntersuchungen

Um möglichst frühzeitig einen Typ-2-Diabetes zu erkennen, ist es wichtig, regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen und den Blutzucker zu überprüfen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie ein erhöhtes Diabetes-Risiko haben. Dabei untersucht der Arzt oder die Ärtzin das Blut, misst den Blutdruck und prüft Größe und Körpergewicht. Bleibt Diabetes über Jahre unbemerkt, können sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schäden an Nieren und Augen und gefährliche Durchblutungsstörungen an Füßen und Beinen entwickeln. Wenn Diabetes oder seine Vorstadien jedoch rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden, lassen sich die Erkrankung und ihre Folgeerkrankungen vermeiden.

Für die Diagnose von Typ-2-Diabetes werden folgende Werte gemessen:

Laborassistent misst Langzeitblutzuckerwert (HbA1c-Wert)
  • Nüchternblutzucker
  • Gelegenheitsblutzucker (zu einem beliebigen Zeitpunkt gemessener Blutzucker)
  • oraler Glukosetoleranztest
  • Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert)

Messwerte bei der Vorsorgeuntersuchung

Nüchternblutzucker

Der Wert wird morgens vor dem Frühstück, also nüchtern, bestimmt. Am besten sollte mindestens vier Stunden vor der Blutentnahme nichts gegessen und auf kalorienhaltige Getränke, Kaffee, schwarzen Tee und Rauchen verzichtet werden. Der Nüchternblutzucker oder die Nüchternglukose beweist das Vorliegen eines Diabetes, wenn der Wert mindestens 126 mg/dl bzw. 7,0 mmol/l im Blutplasma beträgt. Werte zwischen 110 und 125 mg/dl gelten als grenzwertig. Möglicherweise liegt dann ein Diabetes-Vorstadium, sog. Prädiabetes vor (gestörte Glukosetoleranz). Zur weiteren Prüfung wird häufig ein oraler Glukosetoleranztest (Zuckerbelastungstest) durchgeführt.

Oraler Glukosetoleranztest

Diese Untersuchung dient zur Erkennung von Diabetes-Vorstadien, bei denen der Blutzucker nur zeitweise - vor allem nach dem Essen - erhöht ist. Drei Tagen vor der Untersuchung sollten Sie sich normal und mit ausreichend Kohlenhydraten ernähren sowie auf das Rauchen verzichten. Der Test wird morgens im nüchternen Zustand durchgeführt, das heißt, am besten wird 10 Stunden vorher nichts gegessen. Für den Test trinken Sie eine Flüssigkeit mit 75 g Zucker. Vor und zwei Stunden nach dem Trinken wird der Blutzucker gemessen. Beträgt er nach zwei Stunden mindestens 200 mg/dl bzw. 11,1 mmol/l, liegt ein Diabetes vor.

Gelegenheitsblutzucker

Bei der Testung des Gelegenheitsblutzucker wird der Blutzucker zu einem beliebigen Zeitpunkt gemessen. Bei Vorliegen eines Diabetes beträgt der Gelegenheitsblutzucker mindestens 200 mg/dl bzw. 11,1 mmol/l.

Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert)

Das HbA1c (Glykohämoglobin) ist der Farbstoff der roten Blutkörperchen (Hämoglobin), der mit Zuckerresten verknüpft ist. Dieser Wert zeigt an, wie hoch die Konzentration des Blutzuckers in den letzten sechs bis acht Wochen war, und wird deshalb auch als Langzeitblutzucker oder Blutzuckergedächtnis bezeichnet.
Ein Diabetes besteht, wenn der HbA1c- Wert mindestens 6,5 % bzw. 48 mmol/mol beträgt. Auch im Verlauf einer Diabetes-Behandlung ist der Wert wichtig: Ein erhöhtes HbA1c weist auf eine schlechte Einstellung des Blutzuckers hin.

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