Ernährung mit Typ-2-Diabetes
Die richtige Ernährung bei Diabetes

Für Menschen mit Diabetes gilt in Sachen Ernährung dasselbe wie für Menschen ohne Diabetes: Geschmäcker sind verschieden. Ebenso spielen weitere Faktoren wie Unverträglichkeiten, Allergien aber auch kulturelle und finanzielle Gegebenheiten eine tragende Rolle dabei, wie der Speiseplan aussieht. Wichtig ist: Verlieren Sie nicht den Genuss und die Freude am Essen! Eine Ernährungsumstellung passiert nicht von heute auf morgen sondern es braucht Zeit und Geduld, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie dürfen sich diese Zeit nehmen um ganz in Ruhe nach und nach diabetesgerechte Lebensmittel und Essgewohnheiten in Ihren Alltag zu integrieren.

Ernährung für Diabetiker: Was ist erlaubt?

Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten, denn DIE allgemeingültige Ernährung für Typ-2-Diabetes gibt es nicht. Es ist auch nicht so leicht, aus den zahlreichen Ernährungsformen, die es inzwischen gibt, die eine für sich zu finden. Eine Ernährungsberatung kann Sie dabei unterstützen, sich mit den einzelnen Komponenten einer bewussten Ernährung auseinanderzusetzen und gemeinsam mit Ihnen einen Ernährungsplan zu entwickeln. Allgemeine Infos über eine vollwertige Ernährung und eine praktische Einkaufshilfe finden Sie hier. Grundsätzlich kann sich an folgenden Leitsätzen einer vollwertigen Ernährung orientiert werden:

Tipps zum Alltag und Ernährung bei Diabetes

Diabetes Ernährung: Vielfalt beim Essen - Icon Apfel

Abwechslung und Vielfalt sind das A und O bei der vollwertigen Ernährung. Hauptbestandteile sollten pflanzlicher Herkunft sein, also Gemüse, Obst, Nüsse & Hülsenfrüchte, Saaten, etc.

Ernährung bei Diabetes: viel Obst und Gemüse - Icon Gemüse

Als Faustregel gilt hierbei, täglich 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst zu essen. Das könnte z.B. ein Apfel, eine Handvoll Nüsse, ein Gericht mit Linsen oder Kichererbsen, eine Karotte oder eine halbe Salatgurke sein. Wichtig ist, dass die Lebensmittel möglichst naturbelassen und ungesalzen sind. Viele greifen auch zur Vitamintablette, um den Vitaminbedarf zu decken. Ob es sich dabei jedoch um eine gesunde Alternative handelt, erfahren Sie hier.

Bei Diabetes Vollkorn statt Weißmehl - Icon Weizen

Weißmehlprodukte wie z.B. gewöhnliche Brötchen, Nudeln, Weißbrot und Co. werden vom Körper schneller verstoffwechselt und lassen so den Blutzucker schneller ansteigen. Greifen Sie also lieber zu Vollkornprodukten. Backwaren und Brot am besten aus Bäckereien beziehen, die ihr Handwerk verstehen, denn industriell gefertigte Backwaren sind durch zeitsparende Herstellungsarten oft schwerer bekömmlich.

Eiweiß bei Diabetes - Icon Milch

Milch und Milchprodukte, also Joghurt, Quark oder Käse dürfen täglich auf den Tisch. Fisch und Fleisch ist 1-2mal pro Woche zu empfehlen, wobei es hier auch auf die Art und Zubereitung ankommt. Wählen Sie eher fettarme Fisch- und Fleischsorten wie z.B. Hähnchen- und Putenfleisch oder Meeresfrüchte wie z.B. Garnelen.

Essen für Diabetiker richtig zubereiten - Icon Warndreieck

Braten, Frittieren und Rösten mit viel Fett sorgt zwar im ersten Moment für leckeres Aroma der Speisen, ist aber leider aus Sicht einer langfristig ausgewogenen Ernährung eher ungünstig. Eine gesunde und ebenfalls leckere Alternative für die Zubereitung, ist das Dämpfen bzw. das schonende Garen von Lebensmitteln. Hierbei bleiben meistens wertvolle Vitamine und Nährstoffe erhalten.

Das richtige Fett bei Diabetes Ernährung - Icon Fett

Fett ist Träger von Geschmacks- und Nährstoffen sowie Vitaminen. Wichtig ist allerdings, dass Sie das „richtige“ Fett wählen. Pflanzliche Öle wie z.B. Rapsöl oder kaltgepresstes natives Olivenöl sind zu empfehlen. Sogenannte „versteckte“ Fette, also in verarbeiteten Lebensmitteln, Fast Food oder Fertigprodukten gilt es möglichst zu vermeiden.

Zucker und Salz bei Diabetes bewusst reduzieren - Icon Salz

Zucker ist bei Typ-2-Diabetes natürlich immer ein Thema. Bei seiner Verwendung gilt, wie auch für Salz: Weniger ist mehr. Damit ist nicht nur „freier“ Zucker gemeint, sondern auch solcher, der in Speisen und Getränken enthalten ist. Alternativ können Sie Süßstoffe verwenden. Achten Sie dabei aber auf einen maßvollen Einsatz.

Bei salzigen Lebensmitteln ist darauf zu achten, dass sie nicht auch zusätzlich Zucker enthalten, wie das oft bei verarbeiteten Produkten der Fall ist. Salzen Sie auch sonst lieber zurückhaltend, da Salz den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und Blutdruck beeinflusst. Verwenden Sie stattdessen Kräuter und Gewürze zur geschmacklichen Bereicherung Ihrer Speisen.

Viel Trinken bei Diabetes - Icon Wasser

Eine gute Hydration ist für jeden Menschen wichtig, nicht nur für Menschen mit Diabetes. Stilles Wasser ist das Mittel der Wahl und am besten ca. 1,5 Liter pro Tag davon. Ungesüßte Tees oder leichte Saftschorlen können dabei als geschmackvolle Abwechslung dienen. Zuckerhaltige Getränke und Alkohol sollten möglichst kleine Ausnahmen bleiben.

Ernährung Diabetiker: In Ruhe essen und genießen - Icon Uhr

In der Ruhe liegt die Kraft – das gilt vor allem beim Essen. Unser Körper benötigt etwas Zeit bis das Sättigungsgefühl eintritt. Um zu verhindern, dass Sie über Ihren Hunger hinaus essen, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeiten und genießen Sie bewusst. Ein Tipp: Kauen Sie Ihr Essen gut durch. Dadurch nehmen Sie sich nicht nur Zeit, sondern erleichtern Ihrem Körper auch die Verdauung.

 Körperliche Aktivität und Bewegung bei Diabetes - Icon Sport

Ein gesunder Lebensstil setzt sich aus Ernährung und körperlicher Aktivität zusammen. Versuchen Sie deshalb, mehrere Bewegungseinheiten in Ihren Alltag einzubauen. Das kann schon die Wahl der Treppe statt dem Aufzug sein, oder Sie erledigen kleinere Besorgungen mit dem Fahrrad. Auch ein tägliches 10-Minuten-Workout trägt zu einem gesünderen Lebensstil bei. Warum das so ist, erfahren Sie hier im Video. Mehr dazu finden Sie in unseren Alltagstipps.

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