Body Mass Index (BMI)
Was ist der BMI?

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein einfaches Hilfsmittel, mit dem sich eine grobe Einschätzung des Körpergewichts machen lässt. Es handelt sich um eine simple Formel, mit der das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße ermittelt wird.  

Die Formel lautet:3

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Ein Beispiel: 
Eine Person wiegt 70 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß. 
→ BMI = 70 ÷ (1,75 × 1,75) = 22,86

BMI-Einteilung im Überblick

Anhand des errechneten Wertes lässt sich der BMI in verschiedene Kategorien einordnen:

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Diese Einteilung basiert auf einem Vorschlag der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

BMI-Rechner: schnell und einfach zur realistischen Selbsteinschätzung

Unser BMI-Rechner nimmt Ihnen das Rechnen ab. Sie müssen nur Ihr Gewicht, Alter, Geschlecht und Ihre Größe eingeben – der Rechner erledigt den Rest und zeigt direkt an, in welchem Bereich das Gewicht im Verhältnis zu den anderen eingegebenen Faktoren liegt. Das spart Zeit und hilft, eine erste Einschätzung über das eigene Gewicht zu erhalten. Ihre Angaben werden ausschließlich lokal verarbeitet und nicht gespeichert oder übermittelt. Die Berechnung erfolgt anonym und dient nur der Ergebnisanzeige. Das Ergebnis stellt keine Diagnose dar, sondern soll ein Bewusstsein für das eigene Körpergewicht schaffen. Die Ergebnisse der Berechnung sollten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgeklärt werden.

Wichtige Hinweise

  • Der BMI ist nicht perfekt. Er unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse.
  • Der BMI ist eine grobe Einschätzung des Gewichts, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose.
  • Auch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen benötigen andere Maßstäbe.

Sonderfälle: Worauf man bei der BMI-Messung achten muss

Der Body-Mass-Index (BMI) ist zwar für die Allgemeinbevölkerung ein guter Anhaltspunkt, stößt aber bei bestimmten Personengruppen schnell an seine Grenzen. Besonders bei Kindern, Schwangeren und sportlich sehr aktiven Menschen liefert der BMI oft ein verzerrtes Bild.

BMI bei Kindern und Jugendlichen

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Kinder und Jugendliche befinden sich im Wachstum – ihr Körper entwickelt sich ständig. Ein fester Grenzwert wie bei Erwachsenen (z. B. BMI ≥ 25 = Übergewicht) ist hier nicht sinnvoll. Stattdessen verwendet man alters- und geschlechtsspezifische sogenannte Perzentilkurven. Ein BMI im 90. Perzentil bedeutet beispielsweise, dass ein Kind im Vergleich zu 90 % der Gleichaltrigen einen höheren BMI aufweist. Die Bewertung erfolgt also relativ – und nicht absolut. Eltern sollten also nicht eigenständig aus einem BMI-Wert auf ein Über- oder Untergewicht schließen. Die Einschätzung gehört in ärztliche Hände.

BMI in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft verändert sich das Körpergewicht auf natürliche Weise – durch das wachsende Kind, die Plazenta, Fruchtwasser und zusätzliche Blutreserven. Der BMI kann diese physiologischen Veränderungen nicht differenzieren. Ein Anstieg des Gewichts ist nicht nur normal, sondern notwendig. 
Statt den BMI zu beobachten, orientieren sich medizinische Fachkräfte an Empfehlungen zur Gewichtszunahme in Abhängigkeit vom Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft.

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BMI bei sportlich aktiven Menschen

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Wer viel Sport treibt – insbesondere Kraftsport – kann durch den Aufbau von Muskelmasse ein höheres Körpergewicht bei gleichzeitig niedrigem Körperfettanteil haben. Der BMI berücksichtigt jedoch nicht die Körperzusammensetzung.

Verhaltenstipps im Umgang mit dem BMI

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Nicht überbewerten

Ein einzelner BMI-Wert sagt wenig über die Gesundheit aus. Er berücksichtigt weder Muskelmasse noch Fettverteilung oder persönliche Lebensumstände. Der Body-Mass-Index ist ledigleich ein Ersatzmarker für den Körperfettanteil.

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Sonderfälle beachten

Sollten Sie zu einer der oben genannten Gruppen gehören, bei denen der BMI weniger aussagekräftig ist, empfiehlt es sich, im Zweifel lieber fachlichen Rat einzuholen.

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Langfristig denken

Ein kurzfristiger Sprung auf der Waage oder beim BMI ist kein Grund zur Panik. Entscheidend ist die langfristige Entwicklung Ihres Gewichts und Ihr allgemeines Wohlbefinden – nicht eine Zahl auf dem Papier.

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Nicht mit anderen vergleichen

Der BMI ist eine individuelle Größe. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen – schon gar nicht mit Idealen aus sozialen Medien. Jeder Körper ist anders.

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Professionelle Beratung suchen

Wenn Sie Ihr BMI verunsichert oder Sie gezielt an Ihrer Gesundheit arbeiten möchten, sprechen Sie mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft. Sie helfen Ihnen, Ihre Werte im Gesamtzusammenhang zu verstehen.

Hintergrund: Entstehung der BMI-Messung

Der Body-Mass-Index (BMI) wurde bereits im 19. Jahrhundert vom belgischen Statistiker und Mathematiker Adolphe Quetelet entwickelt. Ursprünglich diente er nicht medizinischen Zwecken, sondern sollte das durchschnittliche Körpermaß der Bevölkerung in statistischen Studien erfassen. Erst in den 1970er-Jahren wurde der BMI von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Maß zur Beurteilung von Über- und Untergewicht aufgegriffen. 
Die einfache Formel – Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern – machte den BMI schnell beliebt: Er ist leicht zu berechnen und erlaubt eine grobe Einordnung des Körpergewichts. Dennoch war der BMI nie dafür gedacht, die individuelle Gesundheit exakt zu bewerten – und genau darin liegt bis heute seine Schwäche.

Referenzen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: https://www.bzga-essstoerungen.de/was-sind-essstoerungen/glossar/zeige/body-mass-index/ (zuletzt aufgerufen September 2025).
  2. World Health Organization - Body mass index (BMI): https://www.who.int/data/gho/data/themes/topics/topic-details/GHO/body-mass-index (zuletzt aufgerufen September 2025).
  3. World Health Organization - Obesity and overweight: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight (zuletzt aufgerufen Oktober 2025).
  4. O'Rourke RW. Adipose tissue and the physiologic underpinnings of metabolic disease. Surg Obes Relat Dis. 2018 Nov;14(11):1755-1763.
  5. Wu Y et al. Advantages and Limitations of the Body Mass Index (BMI) to Assess Adult Obesity. Int J Environ Res Public Health. 2024 Jun 10;21(6):757.
  6. Lourenço J, Guedes-Martins L. Pathophysiology of Maternal Obesity and Hypertension in Pregnancy. J Cardiovasc Dev Dis. 2025 Mar 3;12(3):91.

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