Weitere Diabetesformen
Schwangerschaftsdiabetes (SSW)
Unter Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel der Mutter zu verstehen, der erstmals während der Schwangerschaft auftritt. Möglicherweise bestand der Diabetes aber auch schon unerkannt vor der Schwangerschaft. Etwa 4 % aller Schwangeren sind von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffen, der unbehandelt erhebliche Gesundheitsrisiken für Mutter und Kind mit sich bringt. Meist tritt ein Schwangerschaftsdiabetes in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche auf. In dieser Zeit nimmt hormonbedingt die Insulinempfindlichkeit der Zellen ab und der Blutzuckerwert kann leicht ansteigen. Bei Frauen mit Gestationsdiabetes steigt der Blutzucker während der Schwangerschaft jedoch deutlich über das normale Maß hinaus an. Nach der Entbindung normalisiert sich der Blutzucker wieder, allerdings entwickeln 30-50 % der Frauen in den Folgejahren Typ-1- oder Typ-2-Diabetes. Ein Schwangerschaftsdiabetes scheint außerdem das Risiko für das Baby zu erhöhen, später übergewichtig zu werden und einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

Risikofaktoren
Folgende Risikofaktoren für die Entwicklung eines Schwangerschaftsdiabetes sind bekannt:
- Alter über 30 Jahre
- Diabetes in der Familie
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen
- Früher bereits aufgetretener Schwangerschaftsdiabetes oder die Geburt eines mehr als 4 Kilogramm schweren Kindes in der Vergangenheit
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