Diabetes mellitus Typ 1

Definition | Diabetes mellitus Typ 1– Was ist das?

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Dies führt zu einem absoluten Insulinmangel, da der Körper kein Insulin mehr produzieren kann. Typ-1-Diabetes tritt meist im Kindes- oder Jugendalter auf, kann jedoch auch Erwachsene betreffen.

Weitere Infos über Diabetes mellitus Typ 1:

Insulin ist ein Hormon, das für die Regulation des Blutzuckerspiegels essenziell ist. Es ermöglicht den Zellen, Glukose aus dem Blut aufzunehmen und als Energie zu nutzen. Bei Typ-1-Diabetes-Patient:innen fehlt dieses Hormon komplett, was dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel stark ansteigt (Hyperglykämie). Unbehandelt kann dies zu schwerwiegenden Stoffwechselentgleisungen wie einer diabetischen Ketoazidose führen, die lebensbedrohlich sein kann.

Die Ursache für Typ-1-Diabetes liegt in einer fehlgeleiteten Immunreaktion, deren genaue Auslöser noch nicht vollständig geklärt sind. Vermutlich spielen genetische Faktoren und Umweltfaktoren wie Virusinfektionen eine Rolle. Die Behandlung erfordert eine lebenslange Insulintherapie, entweder in Form von Injektionen oder durch eine Insulinpumpe.

Eine gute Blutzuckerkontrolle ist entscheidend, um langfristige Komplikationen wie diabetische Retinopathie, Neuropathie oder Nierenschäden zu vermeiden. Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen ihren Blutzucker regelmäßig überwachen und ihre Insulindosis an Ernährung, Bewegung und andere Faktoren anpassen.