WEITERE DIABETESFORMEN
Weitere Diabetesformen
Neben Typ1- und Typ-2-Diabetes, dem Schwangerschaftsdiabetes und Diabetes mellitus bei Kindern existieren weitere, eher seltene Diabetesformen. Die seltenen Diabetesformen können auf eine Vielzahl an Ursachen zurückgeführt werden:

- Genetische Defekte (z.B. MODY)
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
- Hormonstörungen
- Medikamente
- Infektionen
- Seltene Autoimmunerkrankungen (z.B. LADA)
Die Behandlung dieser Diabetesformen ist stets individuell. Bei schwachen Formen bedarf es teilweise gar keiner Medikamente, während andere Formen die Gabe von Insulin benötigen.
MODY-Diabetes
MODY bedeutet „maturity onset diabetes in the young“. Schätzungsweise sind 1 aus 10.000 Erwachsenen und 1 aus 23.000 Kindern von diesem Diabetes-Typ betroffen. Meist tritt die Erkrankung dabei vor dem 25. Lebensjahr auf. Das Krankheitsbild ist dabei häufig ähnlich dem Typ-2-Diabetes.
MODY liegen genetische Störungen des Glukosestoffwechsels zugrunde, die mit einem Diabetes mellitus verbunden sind und familiär vererbt werden können. So wird auch eine endgültige Diagnose nur über eine genetische Testung gestellt.
LADA
LADA steht für „late autoimmune diabetes in adults“. Wie beim Typ-1-Diabetes entwickelt der Körper Antikörper gegen eigene Strukturen, sogenannte Autoantikörper. Dies geschieht im Vergleich zu Typ-1-Diabetes, jedoch meist erst in höherem Alter. Die meisten Patient:innen sind älter als 25 Jahre. Symptomatisch ähnelt dieser Typ jedoch häufig Typ-2-Diabetes, unterscheidet sich jedoch im Nachweis der genannten Autoantikörper.
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