Autoimmunerkrankung

Definition | Autoimmunerkrankung – Was ist das?

Eine Autoimmunerkrankung ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift. Normalerweise schützt das Immunsystem den Körper vor Infektionen, indem es Krankheitserreger wie Viren und Bakterien bekämpft. Bei einer Autoimmunerkrankung erkennt es körpereigene Zellen oder Gewebe als fremd und greift diese an, was zu Entzündungen und Funktionsstörungen führen kann.

Autoimmunerkrankung und der Zusammenhang mit Diabetes:

Der Typ-1-Diabetes ist eine klassische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Diese Zerstörung führt zu einem absoluten Insulinmangel, da der Körper nicht mehr in der Lage ist, das Hormon Insulin selbst zu produzieren. Ohne Insulin kann Glukose nicht aus dem Blut in die Zellen transportiert werden, wodurch der Blutzuckerspiegel steigt.

Die genauen Ursachen, warum das Immunsystem bei Typ-1-Diabetes die Betazellen angreift, sind noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren (z. B. Virusinfektionen) eine Rolle spielen. Neben Typ-1-Diabetes gibt es weitere Autoimmunerkrankungen, die häufig gemeinsam auftreten, wie z. B. Hashimoto-Thyreoiditis (eine Schilddrüsenerkrankung) oder Zöliakie.

Die Behandlung von Typ-1-Diabetes erfordert eine lebenslange Insulintherapie. Forschungen zur Heilung von Autoimmunerkrankungen konzentrieren sich darauf, das Immunsystem zu modulieren, um weitere Schäden zu verhindern. Ein frühzeitiges Erkennen und die regelmäßige Überwachung sind entscheidend, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.