Diabetes mellitus Typ 2
Definition | Diabetes mellitus Typ 2– Was ist das?
Diabetes mellitus Typ 2 ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit und entsteht durch eine Kombination aus Insulinresistenz und einer eingeschränkten Insulinproduktion. Anders als beim Typ-1-Diabetes wird beim Typ-2-Diabetes Insulin zwar weiterhin produziert, die Körperzellen reagieren jedoch nicht mehr ausreichend darauf. Diese Form der Zuckerkrankheit tritt meist im Erwachsenenalter auf, kann aber zunehmend auch bei jüngeren Menschen diagnostiziert werden.
Weitere Infos über Diabetes mellitus Typ 2:
Typ-2-Diabetes entwickelt sich schleichend und wird oft erst spät erkannt. Insulinresistenz bedeutet, dass die Körperzellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren und Glukose nicht mehr effizient aus dem Blut aufnehmen können. Um dies auszugleichen, produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin, was jedoch langfristig zur Erschöpfung der Betazellen führt. Dies resultiert in einem dauerhaften Insulinmangel und einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel.
Häufige Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind Übergewicht, Bewegungsmangel, genetische Veranlagung und eine ungesunde Ernährung. Die Erkrankung ist mit zahlreichen Folgekomplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, diabetischer Retinopathie oder Nierenschäden (diabetischer Nephropathie) verbunden.
Die Behandlung von Typ-2-Diabetes beginnt meist mit einer Änderung des Lebensstils, einschließlich Gewichtsreduktion, regelmäßiger körperlicher Aktivität und einer angepassten Ernährung. Falls dies nicht ausreicht, werden Medikamente wie Metformin, SGLT-2-Hemmer oder DPP-4-Hemmer eingesetzt. In fortgeschrittenen Stadien ist möglicherweise eine Insulintherapie erforderlich.