Fettstoffwechselstörung
Definition | Fettstoffwechselstörung – Was ist das?
Fettstoffwechselstörungen sind Erkrankungen, bei denen die Blutfettwerte (z. B. Cholesterin und Triglyceride) von den Normalwerten abweichen. Sie können entweder durch genetische Faktoren bedingt sein oder durch einen ungesunden Lebensstil entstehen. Häufig sind erhöhte LDL-Cholesterin- oder Triglyceridwerte sowie ein Mangel an HDL-Cholesterin (dem „guten“ Cholesterin) charakteristisch.
Fettstoffwechselstörung und der Zusammenhang mit Diabetes:
Fettstoffwechselstörungen treten besonders häufig bei Menschen mit Typ-2-Diabetes auf. Durch Insulinresistenz und dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte wird der Fettstoffwechsel gestört, was zu erhöhten LDL- und Triglyceridwerten sowie niedrigen HDL-Werten führt. Diese Kombination trägt zur Atherosklerose (Gefäßverkalkung) bei, die das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich steigert.
Die sogenannte diabetische Dyslipidämie ist eine typische Fettstoffwechselstörung bei Menschen mit Zuckerkrankheit. Dabei ist besonders das Verhältnis der Fette im Blut gestört: Es liegen oft kleine, dichte LDL-Partikel vor, die besonders gefährlich für die Gefäße sind. Gleichzeitig sind die Triglyceridwerte erhöht, während der HDL-Cholesterinspiegel zu niedrig ist.
Die Behandlung umfasst eine strikte Blutzuckerkontrolle, regelmäßige Bewegung, eine fettbewusste Ernährung und gegebenenfalls die Einnahme von lipidsenkenden Medikamenten wie Statinen. Diese Maßnahmen helfen nicht nur, die Fettwerte zu normalisieren, sondern reduzieren auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bei Diabetiker:innen besonders häufig auftreten.