Glukosetoleranztest

Definition | Glukosetoleranztest – Was ist das?

Der Glukosetoleranztest (Oraler Glukosetoleranztest, OGTT) ist ein diagnostisches Verfahren, das zur Feststellung von Diabetes oder einer gestörten Glukosetoleranz eingesetzt wird. Bei diesem Test wird untersucht, wie gut der Körper Glukose aus dem Blut aufnehmen kann. Der Test misst den Blutzuckerspiegel nüchtern und nach dem Trinken einer definierten Zuckerlösung.

Glukosetoleranztest und der Zusammenhang mit Diabetes:

Der Glukosetoleranztest ist besonders hilfreich, um Frühstadien von Diabetes (Prädiabetes) oder Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) zu erkennen. Der Testablauf ist wie folgt: Nach einer ersten Blutabnahme in nüchternem Zustand trinkt die oder der Patient:in eine Lösung mit 75 Gramm Glukose. Anschließend wird der Blutzucker in festgelegten Intervallen, z. B. nach 1 und 2 Stunden, gemessen.

Bei einem gesunden Stoffwechsel sinkt der Blutzucker nach der Aufnahme der Glukoselösung schnell wieder auf ein normales Niveau. Bei Menschen mit Diabetes bleibt der Blutzucker jedoch erhöht, da entweder Insulin nicht ausreichend vorhanden ist (Typ-1-Diabetes) oder die Zellen nicht auf Insulin ansprechen (Typ-2-Diabetes).

Der OGTT ist ein wichtiges Werkzeug, um das Risiko für die Entwicklung von Diabetes frühzeitig zu erkennen. Eine gestörte Glukosetoleranz bedeutet, dass der Körper Schwierigkeiten hat, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, was oft eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes darstellt. Patient:innen mit auffälligen Testergebnissen sollten ihre Lebensweise anpassen, um die Progression zu Diabetes zu verhindern.