Herzinfarkt
Definition | Herzinfarkt – Was ist das?
Ein Herzinfarkt, auch Myokardinfarkt genannt, entsteht, wenn der Blutfluss zu einem Teil des Herzmuskels blockiert wird, meist durch ein Blutgerinnsel in einer verengten Herzkranzarterie. Dies führt zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des betroffenen Herzmuskelgewebes, das daraufhin abstirbt.
Herzinfarkt und der Zusammenhang mit Diabetes:
Menschen mit Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkte. Chronisch hohe Blutzuckerwerte schädigen die Gefäßwände und fördern die Bildung von Ablagerungen (Plaques) in den Arterien, ein Prozess, der als Atherosklerose bekannt ist. Diese Gefäßverengungen können den Blutfluss zu lebenswichtigen Organen, einschließlich des Herzens, stark beeinträchtigen.
Zusätzlich tragen häufige Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht bei Diabetiker:innen weiter zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Ein Herzinfarkt kann bei Menschen mit Diabetes oft atypische Symptome zeigen, wie Übelkeit, Atemnot oder Bauchschmerzen, weshalb er manchmal spät erkannt wird.
Die Prävention von Herzinfarkten ist ein wesentlicher Bestandteil des Diabetesmanagements. Dazu gehören eine konsequente Blutzuckerkontrolle, die Behandlung von Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung. Auch Medikamente wie Statine und blutverdünnende Mittel können eingesetzt werden, um das Risiko zu reduzieren.