Diabetische Nephropathie

Definition | Diabetische Nephropathie – Was ist das?

Die diabetische Nephropathie ist eine chronische Nierenerkrankung, die als Folge von langfristig erhöhten Blutzuckerwerten bei Diabetes mellitus auftritt. Sie gehört zu den häufigsten Ursachen für chronisches Nierenversagen und kann letztendlich eine Dialyse oder Nierentransplantation erforderlich machen.

Diabetische Nephropathie und der Zusammenhang mit Diabetes:

Bei Menschen mit Diabetes können dauerhaft hohe Blutzuckerwerte die kleinen Blutgefäße in den Nieren schädigen. Diese Blutgefäße, die sogenannten Glomeruli, sind für die Filterung des Blutes verantwortlich. Werden sie beschädigt, kann die Niere ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen, wodurch Eiweiß (Protein) über den Urin ausgeschieden wird – ein erstes Anzeichen der Nephropathie.

Zu den Risikofaktoren zählen neben erhöhten Blutzuckerwerten auch Bluthochdruck, der bei vielen Diabetiker:innen ebenfalls auftritt. Eine unzureichende Behandlung kann die Schädigung der Nieren beschleunigen, weshalb eine frühzeitige Diagnose und Therapie von entscheidender Bedeutung sind. Regelmäßige Kontrollen des Urins auf Eiweiß sowie die Überwachung von Blutdruck und Blutzucker sind essenziell, um die Nierenfunktion zu schützen.

Die Behandlung der diabetischen Nephropathie zielt darauf ab, die Progression der Erkrankung zu verlangsamen. Dazu gehören eine optimale Blutzuckereinstellung, die Senkung des Blutdrucks (oft mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorblockern) und eine salzarme Ernährung. Auch die Vermeidung weiterer Risikofaktoren wie Rauchen ist entscheidend.