Insulin (Hormon)
Definition | Insulin (Hormon) – Was ist das?
Insulin ist ein Hormon, das in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird und eine zentrale Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel spielt. Es sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Zellen transportiert wird, wo sie als Energiequelle dient. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel und ist damit essenziell für die Aufrechterhaltung eines normalen Glukosehaushalts.
Insulin (Hormon) und der Zusammenhang mit Diabetes:
Insulinmangel oder eine eingeschränkte Insulinwirkung sind die Hauptursachen für Diabetes mellitus. Bei Typ-1-Diabetes wird kein Insulin mehr produziert, da das Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen zerstört. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind daher auf eine lebenslange Insulintherapie angewiesen.
Bei Typ-2-Diabetes besteht eine Insulinresistenz, das heißt, die Zellen reagieren nicht mehr ausreichend auf Insulin. Die Bauchspeicheldrüse produziert anfangs mehr Insulin, um die Resistenz zu kompensieren. Mit der Zeit erschöpfen sich jedoch die Betazellen, was dann zu einem Insulinmangel führt.
Insulin ist nicht nur für die Energiegewinnung notwendig, sondern spielt auch eine Rolle bei der Speicherung von überschüssiger Glukose in der Leber und im Fettgewebe.