Hyperglykämie

Definition | Hyperglykämie – Was ist das?

Hyperglykämie bezeichnet einen Zustand, bei dem der Blutzuckerspiegel über dem Normalbereich liegt. Bei Menschen ohne Diabetes liegt der Blutzucker nüchtern typischerweise unter 100 mg/dl. Werte darüber, insbesondere über 140 mg/dl nach einer Mahlzeit, können auf eine Hyperglykämie hinweisen.

Hyperglykämie und der Zusammenhang mit Diabetes:

Hyperglykämie ist ein typisches Merkmal der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Sie entsteht entweder durch einen absoluten Insulinmangel (Typ-1-Diabetes) oder durch eine Insulinresistenz (Typ-2-Diabetes), bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren. Dies führt dazu, dass Glukose im Blut bleibt, anstatt in die Zellen aufgenommen zu werden.

Langfristig kann eine anhaltende Hyperglykämie zu schwerwiegenden Komplikationen führen, wie Schäden an Blutgefäßen (Mikro- und Makroangiopathie), Nerven (diabetische Neuropathie) und Organen wie den Augen (diabetische Retinopathie) oder den Nieren (diabetische Nephropathie).

Symptome einer akuten Hyperglykämie sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und verschwommenes Sehen. In schweren Fällen kann es zu einer diabetischen Ketoazidose oder einem hyperosmolaren diabetischen Koma (bei Typ-2-Diabetes) kommen, die lebensbedrohlich sind.

Eine effektive Blutzuckerkontrolle durch Ernährung, Bewegung, Medikamente oder Insulintherapie ist entscheidend, um Hyperglykämie zu vermeiden und langfristige Schäden zu verhindern.