Altersdiabetes
Definition | Altersdiabetes – Was ist das?
Altersdiabetes ist ein veralteter Begriff für Typ-2-Diabetes, eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch Insulinresistenz und eine eingeschränkte Insulinproduktion gekennzeichnet ist. Früher wurde Typ-2-Diabetes vor allem bei älteren Menschen diagnostiziert, was zur Bezeichnung „Altersdiabetes“ führte. Heute ist bekannt, dass diese Form der Zuckerkrankheit zunehmend auch jüngere Menschen betrifft, insbesondere bei Übergewicht und Bewegungsmangel.
Diabetes im Alter:
Typ-2-Diabetes, früher Altersdiabetes genannt, entsteht meist durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Lebensstilfaktoren. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel, die Muskelmasse nimmt ab, und der Körper wird weniger empfindlich gegenüber Insulin. Gleichzeitig fördert Übergewicht, vor allem im Bauchbereich, die Insulinresistenz. Das bedeutet, dass die Körperzellen nicht mehr in der Lage sind, gut auf Insulin zu reagieren, wodurch Glukose im Blutkreislauf verbleibt, und der Blutzuckerspiegel ansteigt.
Im Frühstadium kann die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion erhöhen, um die Resistenz auszugleichen. Langfristig führt diese Überbelastung jedoch zur Erschöpfung der Betazellen, was zu einem Insulinmangel und dauerhaft hohen Blutzuckerwerten führt. Hier kann man aber, in jedem Alter, positiv Einfluss nehmen auf den Krankheitsverlauf, durch präventive Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und ein gesundes Gewicht.
Die Behandlung von Typ-2-Diabetes umfasst oft Änderungen des Lebensstils, die Einnahme von oralen Antidiabetika wie Metformin oder DPP-4-Hemmern und in späteren Stadien auch Insulintherapie. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers, des Blutdrucks und der Blutfettwerte sind essenziell, um Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder diabetische Retinopathie zu vermeiden.