Glukagon
Definition | Glukagon – Was ist das?
Glukagon ist ein Hormon, das in den Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es ist der Gegenspieler des Hormons Insulin und erhöht den Blutzuckerspiegel, indem es die Freisetzung von Glukose aus den Energiespeichern des Körpers, insbesondere der Leber, stimuliert.
Glukagon und der Zusammenhang mit Diabetes:
Glukagon ist ein essenzielles Hormon für die Regulierung des Blutzuckerspiegels, insbesondere in Zeiten, in denen der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist (Hypoglykämie). Es sorgt dafür, dass gespeicherte Glukose aus der Leber ins Blut abgegeben wird, um den Blutzuckerspiegel zu erhöhen.
Bei Menschen mit Diabetes kann das Zusammenspiel von Insulin und Glukagon gestört sein. Insbesondere bei Typ-1-Diabetes fehlt die Insulinproduktion, wodurch die Wirkung von Glukagon überwiegt, und der Blutzuckerspiegel steigen kann. Bei Typ-2-Diabetes wird häufig eine gestörte Glukagonregulation beobachtet, die zu einer übermäßigen Glukosefreisetzung aus der Leber führt und die Hyperglykämie verstärkt.
Glukagon hat auch eine therapeutische Bedeutung. Es wird als Notfallmedikament bei schwerer Hypoglykämie eingesetzt, um den Blutzuckerspiegel schnell zu erhöhen. Dies ist besonders bei Diabetiker:innen, die Insulin einnehmen, von Bedeutung. Glukagonpräparate sind in Form von Injektionen oder als Nasenspray erhältlich.